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Blog #2: Die Arreat Liveshow, E3-Hype, YouTube und andere Egotrips

Mittlerweile ist der Kaffee wieder aufgefüllt und ich kann frisch gestärkt an`s Werk gehen – nachdem ich mich gestern intensiv mit Periscope auseinandergesetzt habe, bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob die Welt da draußen denn überhaupt was Neues oder Innovatives brauch.

Schaut man sich mal die YouTube-Landschaft an, werden die Clips im einstelligen Minutenbereich von Lifestyle-Bloggern, Let`s Playern oder sonstigen “Persönlichkeiten” dominiert. Daher auch der nahe liegende – und zugegeben provokative – Gedanke, dass Abwechslung gar nicht so erwünscht ist. Ich find`s echt mal schön, dass ich von außen betrachtet über die Geschehnisse schreiben kann ohne mich in die Nesseln zu setzen. Wie der ein oder andere geneigte Leser vielleicht weiß, gibt es einen Ehrenkodex, auch Verschwiegenheitserklärung genannt. Wenn man auf einem gewissen professionellen Niveau arbeitet, bleibt dies leider nicht aus, daher gibt es vielleicht auch paar Dinge, die nicht erwähnt werden sollten. Es ist aber immer wieder erstaunlich, was man so mitbekommt, wenn man Leute aus der Szene trifft. Oftmals gibt es positive Überraschungen, manchmal auch einfach nur Bestätigungen.

Morgen Abend geht eine weitere Arreat Liveshow an den Start und wir sind untereinander schon alle richtig heiß drauf. Ich finde es immer wieder lustig und muss schmunzeln, wenn Hörer mitbekommen, dass viele von uns eine weitere Anreise bis in`s Studio haben – ich fahre um die 530 Kilometer pro Strecke. Aber ganz ehrlich, das macht mir echt nichts aus. Wir sind alle an dem Punkt angekommen, bei dem wir untereinander eine Art blindes Verständnis entwickelt haben. Wenn man sich anschaut, wie sehr die Liveshow geschätzt wird, ist das mehr als nur befriedigend. Trotzdem ist es schade, dass es immer wieder Leute gibt, die diesen Service nicht schätzen, bzw. immer etwas auszusetzen haben. Klar, das Phänomen ist ja schon im Internet beheimatet und egal wo man hinschaut, bekommt man ähnliche Reaktionen. Wie vorhin schon kurz angesprochen, spiegelt sich das auch im Inhalt der meisten YouTube-Videos wieder. Die Frage nach der Qualität und dem Anspruch ist zwar wieder erkennbar, trotzdem findet man in der herrschenden Meinung immer noch die inflationäre Handhabe der Jumpcuts und ähnlichen Wiedererkennungsmerkmalen. Was ja auch eigentlich gar nicht verwerflich ist, der Zeitgeist spiegelt sich in den Medien wieder, mal mehr – mal weniger.

Zur Zeit ist die E3 in vollem Gange und hier und da habe ich mich selbst dabei erwischt, wie ich gebannt vor dem Schirm saß und alles nur noch in mich aufgesogen habe. Ein ganz klarer Favorit ist hier die HoloLens-Technik von Microsoft, die das Spielerlebnis auf eine andere Ebene heben könnte. Ähnlich wie bei der verbreiteten VR-Mechanik schnappt man intensivere Eindrücke auf und erlebt bekannte Situationen völlig intuitiv, eine Eigenschaft, die die Branche eigennützig auskosten wird, da bin ich mir ziemlich sicher.
Es ist schon jetzt sehr interessant, ob sich diese Entwicklung auch bei YouTube erkenntlich zeigen wird und wie der Video-Content in ein paar Jahren aussieht. Man hatte bis vor Kurzem noch das Gefühl, dass sich die Weichen in Richtung Live-Streaming verschoben haben und der Video-on-Demand Charakter mehr in den Hintergrund rückte. Nun bin ich mir gar nicht mehr so sicher, vielleicht ist ja nicht nur das Format sondern auch die Art und Weise wie etwas präsentiert wird, langfristig attraktiver.

Gutes Stichwort, so langsam müsste ich mal meinen Koffer packen … was soll ich denn nur anziehen?

Beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit Musik, Kultur und allerhand Nerdkram.

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