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Der Einstieg in ein veganes Leben #2 – Die bittere Wahrheit

Ich habe in meinem ersten Artikel dieser Blog-Reihe schon kurz darauf verwiesen, in dem ich sagte, dass man auf nichts verzichten müsste, wenn man sich vegan (also rein pflanzlich) ernährt. “Leider” musste ich im Verlauf meiner bisher relativ kurzen Reise auch die bittere Wahrheit kennenlenlernen: vegane Ersatzprodukte, wohin das Auge reicht. Es geht mir nicht darum, diese zu diskreditieren, sondern eher die Sinnhaftigkeit kritisch zu hinterfragen. Was ist an einem veganen Käse gesund, welche Benefits können wir aus Soja-Schnetzel ziehen und überhaupt – brauchen wir diese Fertigprodukte oder dienen sie lediglich nur dazu, um uns den Einstieg in ein veganes Leben zu erleichtern?

Eines vorneweg: Ich bin auf jeden Fall ein absoluter Befürworter für eine abwechslungsreiche und aufregende Ernährung, nichts ist für mich Schlimmer, als keine Alternative zu haben. Dies ist auch übrigens der Grund, weshalb mich eine pflanzliche Ernährung so interessiert, hierzu werde ich morgen auch ein Video auf meinen YouTube-Kanal stellen. Als ich mich vor ein paar Monaten (eigentlich Jahren, aber dazu später mehr) auf die Reise in die vegane Welt begeben habe, musste ich schnell feststellen, dass nicht alles so goldig und rosig ist, wie es oftmals beschrieben wird. Letztendlich – und da spreche ich aus einer reinen Erfahrung meinerseits – sind vegane Ersatzprodukte, bzw. pflanzliche Lebensmittel genauso kritisch zu beurteilen, wie alle anderen Nahrungsmittel auch. Dieser Punkt ist elementar und für viele, wie für mich damals, nicht so einfach zu begreifen.

Natürlich sind pflanzliche Lebensmittel per se aus einer moralisch/ethisch motivierten Ernährungsweise immer besser, weil sie eben (direkt, manchmal aber nicht indirekt) auf Tierleid verzichten. Dies führt dazu, dass sich im Unterbewusstsein dieser kleine und fiese Gedanke aufdrängt, dass ein “Veggie-Schnitzel” immer besser sei, als sein tierisches Vorbild. Aber auch hier gilt es zu differenzieren: Ändert man seinen Blickwinkel und betrachtet das Veggie-Schnitzel aus einer anderen Perspektive, erkennt man, dass die Inhaltsstoffe nicht immer so prickelnd sind, wie man vielleicht annehmen möchte. Oftmals sind die pflanzlichen Ersatzprodukte mit zu viel Fett versehen, Soja-Produkte gibt es nicht exklusiv in fermentierter Form, veganer Käse … davon sollte ich gar nicht anfangen, zu sprechen.

Diesen kritischen Gedanken, den man anfänglich hat, wenn man auf eine pflanzliche Ernährung umsteigt und fortan nicht mehr die Massentierhaltung etc. unterstützen möchte, legt man ganz schnell beiseite, wenn man sich in das Reich der veganen Fertigprodukte begibt. Es ist dann doch nochmal etwas ganz anderes sich vollwertig pflanzlich zu ernähren und diesen Spirit auch in sein alltägliches Leben zu integrieren. Meiner Meinung nach ist dies ein entscheidender Punkt, die eigene individuelle Zielsetzung hört beim Veganismus nicht auf. Ganze Industriezweige profitieren von dem “neuen Trend”, Burger-Grills eröffnen und Läden, die vegane Alternativen anbieten, florieren.

Natürlich sollte man, wie vorhin auch schon angesprochen, sich davon nicht abschrecken lassen, sondern eher motiviert werden. Die Erkenntnis, dass eine vegane Ernährung nicht gleichzeitig der heilige Gral darstellt, ist für mich persönlich nur ein weiterer Tritt in den Hintern, meine tagtäglichen Gewohnheiten zu optimieren. Dies stellt zudem auch nicht ein finales oder voreiliges Verdikt meinerseits da, es kommt eben ganz auf das persönliche Ziel an, manche Menschen möchten nicht unbedingt gesund essen, sondern einfach nur frei von Tierleid sein. Für mich ist es aber entscheidend, dass man sich auch darüber bewusst ist, was man isst.

Beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit Musik, Kultur und allerhand Nerdkram.

2 Comments

  • Franzi Ska

    Juni 30, 2016 at 11:50 pm

    Recht hast du! Man kann sich eben auch einreden, dass man gesund is(s)t, nur weil man sich vegan oder vegetarisch ernährt und unter diesem Deckmantel alles rechtfertigen…

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    • ANDIMHYPED.COM

      Juli 3, 2016 at 8:18 am

      Definitiv 🙂 Diese Wörter sind ja alles nur Begrifflichkeiten, die nichts mit der Realität zu tun haben. Man muss dann schon etwas genauer auf die Qualität der Nahrung achten, vgl. neuster Artikel 🙂

      Antworten

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