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Finde Deine eigene Ernährungsweise

Ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, weil ich selbst auch davon “betroffen” bin – die eigene Ernährungsweise finden und auch zu verstehen lernen. Ich will es gar nicht verkomplizieren oder eine Wissenschaft daraus machen, wirklich entscheidend sind auch andere Faktoren, wie z.B. das Training oder die eigene Selbsteinschätzung (zu diesen Themen komme ich jedoch in anderen Artikeln). “Du bist, was Du isst …” gewinnt an neuer Tragweite und entspricht vielleicht auch manchmal einer anderen Perspektive, als die eigene. Es folgen ein paar Gedanken hinsichtlich Selbstreflexion, Ernährung und Alltagstauglichkeit. 

In meiner Diät, die übrigens auch schon in der fünften Woche läuft, habe ich mich mit verschiedenen Ernährungskonzepten beschäftigt und auseinandergesetzt. Wirklich neu war ehrlich gesagt nichts, wenn man sich ein paar Jährchen mit dem Thema befasst, kann einen nichts  mehr überraschen. Auch wenn das ein wenig hochtrabend rüberkommt, die Ernährung ist gar nicht so kompliziert, wie viele es gerne hätten. Zum einen kann damit ein Haufen Geld verdient werden, zum anderen gibt es immer wieder bestimmte Trends, die sich um einzelne Ernährungsformen drehen. Alles nichts Neues, sondern eher eine Neuauflage des bereits Bestehenden.

Wenn man sich mit dem Thema Ernährung auseinandersetzt, merkt man schnell, dass esgrundsätzlich immer um das eigene Ich geht. Man ändert seine Gewohnheiten nicht, weil man sie so praktisch und toll findet – meist steckt mehr dahinter. Entscheidend ist auch eine Zielsetzung – sei es Gesundheit, Alltagstauglichkeit, Wohlempfinden, Umwelt, sportliche Ziele … Es gibt so viele Möglichkeiten die Ernährung zu betrachten, letztendlich stellt sie meiner Erfahrung nach immer ein Abbild der individuellen Situation dar. Ist man sportlich, so ernährt man sich tendenziell auch gesünder. Liegt man faul auf der Couch, genießt man eher mal eine Tiefkühlpizza. Ein Leben zwischen Extremen, ein Auf und Ab, ständiger Wechsel – was fehlt ist Kontinuität und Beständigkeit.

Die eigene Ernährungsweise zu finden, ist viel mehr als ein angenehmer Zustand, in dem man sich wohl fühlt, sondern vielmehr sich selbst entdecken und auch finden. Es soll sich jetzt nicht all zu esoterisch anhören, aber ich kann gar nicht sagen, wie wichtig das ist. Viele Menschen rennen den neusten Trends hinterher oder machen sich überhaupt keine Gedanken darüber, warum man etwas nicht konsumieren sollte oder eben doch. Die Auswirkungen einer falschen Ernährung hören wir ständig: Mangelerscheinungen, gesundheitliche Probleme und vieles mehr. Doch was ist eigentlich mit dem Aspekt der eigenen Zufriedenheit und des Glücklichseins? Nicht falsch verstehen, ich plädiere hier nicht für einen “Freifahrschein” in Richtung “Iss-alles-was-Dich-glücklich-macht”, sondern um ein ausgewogenes Verhältnis. Hier verweise ich auch gerne auf den Buddhismus, der ein paar interessante Ansatzpunkte beinhaltet.

Um jetzt mal konkreter zu werden, möchte ich mein eigenes Beispiel anbringen: In meiner Diät hatte ich mich die ersten vier Wochen komplett an eine pflanzliche 80/10/10 Ernährung gehalten. Mir ging es gut, hatte wieder neue Energie und spürte die Vorteile einer veganen Ernährungsweise. Jedoch fehlte mir nach der Zeit irgendetwas, bis ich mal die (gesunden) Fette ein wenig hochschraubte (wir reden hier von 80g am Tag bei einem Gewicht von über 100kg) und sich plötzlich alles veränderte. Die Energie war noch stärker als zuvor und ich fühlte mich tausend mal besser, ausgeglichener, wacher und frischer. Die kleinen Stellschrauben machen es meist aus und hier kam auch der erste Ansatzpunkt, den ich immer noch verfolge: Nachdenken, ausprobieren, testen und überprüfen! Wenn etwas nicht funktioniert kann man was anderes versuchen, man ist ja nicht sein Leben lang dazu verdammt eine bestimmte Ernährungsweise durchzuziehen.

Nur weil etwas für viele Menschen funktioniert, heißt es nicht gleich, dass es auch für einen selbst funktionieren muss. Vielleicht sind es nur ein paar Stellschrauben, vielleicht aber auch mal was komplett anderes. Ich bin kein Veganer und halte mich auch sonst an keine Dogmen, ich persönlich ziehe aus vielen Ernährungsformen die positiven Eigenschaften heraus und versuche, die Negativen zu minimieren. Auch hier gilt: Die Suche nach der Perfektion bleibt ein langer Weg, der nicht endlich ist. Als ich das verstanden hatte, fiel es mir auch super leicht, den jetzigen Zustand als “gut und richtig” zu empfinden. Ändert sich mal dieser Punkt, gehen andere Dinge auch leichter von der Hand.

Was ich als wirklich wichtig empfinde ist die persönliche Einschätzung. Was ist für Dich das richtige? Welche Ernährungsform findest Du als passend? Das sind keine Fragen, die man in Foren, YouTube-Videos, Kommentaren oder Zeitschriften finden kann – man muss es testen!

Beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit Musik, Kultur und allerhand Nerdkram.

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