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Periscope – Das neue Trend-Format unter der Lupe, Vertical-Viewing & Co.

Man ist ja immer auf der Suche nach dem “nächsten großen Ding” im Internet – manchmal passiert lange nichts und manchmal findet man was, das erfolgsversprechend wirkt. So auch die Streaming-Plattform Periscope, die mit dem neuen Trend des Vertical-Viewings kokettiert.

Das Sehrohr oder auch Periskop erlaubt es dem Nutzer, mittels einer App für das Smartphone, von überall aus der Welt Leute zu beobachten. Der Streamer gibt vor, was der Viewer sieht, eine Art Schlüsselloch, das für jeden zugänglich ist. Die klassischen Streaming-Plattformen, wie z.B. Twitch oder Google Hangout kennt man ja bereits, nun erobert das sogenannte Vertical-Viewing (abgeleitet vom vertikalen Display bei Smartphones, Tablets etc.) die digitale Welt. Man benötigt nicht mehr einen mehr oder weniger leistungsstarken Rechner und eine gute Internetanbindung, es genügt lediglich ein Smartphone und ein schneller Datenaustausch. So wird Live-Streaming noch mobiler und ersetzt die bisher bekannte Funktion aus Facetime von Apple. Zusätzlich hat man noch die komplette Bandbreite der sozialen Reichweite hinter sich, man kann den Stream direkt via Twitter teilen und andere Menschen daran teilhaben lassen, live dabei zu sein.

Twitter ist auch ein sehr gutes Stichwort, denn das junge Start-Up der Gründer Kayvon Beykpour und Joe Bernstein wurde von Twitter für rund 100 Millionen US-Dollar im März 2015 aufgekauft. Periscope hat bis jetzt eigentlich nur einen größeren Konkurrenten, die Plattform “Meerkat”. Nachdem Twitter aber das Jung-Unternehmen schluckte, kann man sich ausmalen, wie die Zukunft für Meerkat ausehen wird. Einer der größten Risikokapitalgebern im Silicon Valley, Kleiner Perkins Caufield & Byers (KPCB), veröffentlichte einen Bericht, in dem aufgezeigt wird, dass 29% der gesamten Nutzungszeit von Medien auf vertikale Displays zurückzuführen ist, zumindest in den Vereinigten Staaten – der mobile Trend boomt wie nie zuvor.

Quelle: http://de.slideshare.net/kleinerperkins/internet-trends-v1

Worin liegen die Möglichkeiten von Periscope? Nun, wenn man sich den Trend der Mediennutzung anschaut, kann man schnell feststellen, dass im Infotainment-Sektor viel zu holen ist. Stichpunkt Unterhaltung und Lifestyle könnte Periscope zu einer animierten und persönlicheren Form von Instagram transformieren. Man stelle sich einfach mal vor, eine prominente Persönlichkeit XY nutzt Periscope für ganz alltägliche Dinge, bei denen man direkt dabei sein kann. Ganz ähnlich bei Events, Messen oder sonstigen Veranstaltungen – die Optionen erscheinen sehr vielfältig. Auch in Kombination mit der personalisierten Werbung bei Twitter, die sich seit ein paar Monaten eingeschlichen hat, könnte die Zielgruppenansprache noch individueller ausfallen.

Sehe ich Schwächen bei Periscope? In der Tat, es muss noch einiges an der Qualität geschraubt werden, auch wenn dies direkt mit der jeweiligen Kamera, Internetanbindung oder sonstigen technischen Voraussetzungen korreliert (ein Gruß an Entwickler und Marketingstrategen, wie wäre es denn mit einem Device, dass direkt die besten Pre-Sets mit sich bringt? Apple-Wacht? Smart Gear?). Zum anderen ist die Begrenzung der Viewer ein wesentliches Problem, wenn es um Reichweite geht. Gerade gestern Abend gab es das Paradebeispiel, die Twitch-Streams zur diesjährigen E3-Messe in Los Angeles sind ausgefallen, die Hamburger Rocketbeans machten sich dies zu nutze und streamten via Periscope. Bei ca. 5.200 Viewern war dann auch Schluss mit Streaming, hier müssten definitiv mehr Kapazitäten geschaffen werden, um langfristig attraktiv zu bleiben.

Meiner Meinung nach hat Periscope ein enormes Potential, das noch lange nicht ausgeschöpft ist, es wäre wünschenswert, wenn wir in Zukunft mehr davon zu sehen bekämen.

Bildquelle: Periscope.tv

Beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit Musik, Kultur und allerhand Nerdkram.

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