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Projekt: Wasserwoche von Gerolsteiner – Hype oder sinnvolle Kampagne?

Ich hatte es ja schon in den vergangenen Tagen mal in diversen Artikeln erwähnt: Nichts ist so wichtig, wie das ausreichende Trinken. Halt, korrigiere: Nichts ist so wichtig, wie die ausreichende Flüssigkeitsaufnahme durch Mineralwasser. Leider rückt es immer mehr in den Hintergrund, dass Menschen Wasser trinken. Oft wird zu süßen Limonaden, Fruchtsäften oder Energy-Drinks gegriffen, der Wasserkonsum ist meistens ein eher “langweiliges” Übel. Gerolsteiner hat seit dem Jahr 2010 eine Kampagne ins Leben gerufen, die eben genau dies fördern soll – mehr Wasser zu trinken.

Mit dem Projekt: Wasserwoche geht es ab dem 30. Mai – 05. Juni für jeden Teilnehmer darum, ausschließlich Mineralwasser zu trinken, einen aktiven und ausgewogenen Lebensstil zu führen sowie auf eine gesunde Ernährung zu achten. In der Challenge kann man unter dem Hasthag #projektwasserwoche seine Impressionen und auch Inspirationen auf den sozialen Medien teilen.

Hype um Nichts oder sinnvolle Aktion?

Nehmen wir doch mal das Projekt: Wasserwoche ein wenig genauer unter die Lupe und beschäftigen uns kritisch mit diesem Thema. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Wir sind uns alle darüber einig, dass solch eine Kampagne im Endeffekt etwas Gutes erreichen kann. Das Bewusstsein für einen gesunden Lebensstil zu schaffen, ist super wichtig. Gerade in der heutigen Zeit, in der es immer mehr Angebote an Nahrungsmitteln und auch Getränken gibt, ist es sinnvoll, sich auf die Basics zu berufen. Für einige Menschen ist dies auch wirklich der erste Kontakt zu einem ausgewogenen und sportlichen Lebensstil, der vorher für sie gar nicht denkbar gewesen wäre. Aus Gesprächen mit einigen Teilnehmern und intensiver Beschäftigung mit der Thematik musste ich mit Schrecken feststellen, dass dies wirklich keine Einzelfälle sind.

Doch wo liegen die Risiken dieser Kampagne und überhaupt – ist das alles nicht nur ein schöner Grund, damit Gerolsteiner mehr Flaschen Mineralwasser abverkaufen kann? Wie schon erwähnt, gerade auf Facebook tummeln sich einige Menschen in der geschlossenen Gruppe “Projekt: Wasserwoche”, die das Prinzip nicht wirklich verstanden haben. Es ging für viele eine Zeit lang nur darum, wie viel Wasser man nun innerhalb der sieben Tage trinken solle und wie man das überhaupt schafft. Viele Stimmen fragten nach Möglichkeiten, damit das Wasser “besser schmeckt” oder der hilfesuchende Blick nach extrinsischen Motivationsgründen. Und hier muss man definitiv moderieren und versuchen, aufzuklären, was meiner Meinung nach ein wenig vernachlässigt wurde. Auch nochmal der direkte Hinweis an Gerolsteiner, mir ist bewusst, dass man nicht 24/7 Diskussionen auf einer sozialen Plattform wie z.B. Facebook beaufsichtigen kann, jedoch wäre eine betreuende und Hilfeleistende Moderation ebenso wichtig, wie die Kampagne an sich.

fb     (Screenshot Facebook/Andi Matt, Projekt: Wasserwoche)

Wie auch aus der Diskussion zu entnehmen war, sind natürlich auch auf der anderen Seite viele Menschen in der Gruppe, die dieser Meinung zustimmen und auch verstärkt in anderen Beiträgen auf eine ganzheitliche Sichtweise plädieren. Im Prinzip kann man die Risiken innerhalb von ein paar Sätzen abhandeln, natürlich ist auch hier klar, dass Gerolsteiner nicht die Intention hat, Leute regelrecht “abzufüllen”, sondern wie schon in der Projektbeschreibung angekündigt, auf eine ausgewogenere und gesündere Lebensweise hinzu … weisen.

Verkauft nun Gerolsteiner dadurch mehr Flaschen Wasser und ist diese Kampagne nur darauf ausgelegt, neue Kunden an sich zu binden? Fairerweise kann man dies natürlich nicht genau beantworten, einerseits liegen keine exakten Zahlen vor, zum Anderen wäre diese Frage außerhalb jeglichem Zusammenhangs.

Gerolsteiner engagiert sich auch außerhalb der Wasserwoche

Zugegeben, ich hatte versucht wirklich einen objektiven Kritikpunkt zu finden, bei dem man dem Unternehmen unterstellen könnte, diese Kampagne nur aus wirtschaftlichen Gründen zu führen. Kurzum, ich habe keine gefunden, wenn man sich zum Beispiel den Internetauftritt von Gerolsteiner anschaut, bemerkt man schnell, dass der Hauptfokus in der Wissensvermittlung liegt. Die Platzierung der eigenen Produkte sind im Header der Website im Hintergrund, vorrangig plakatieren themenrelevante Artikel. Natürlich muss man auch ganz klar hier erwähnen, dass die Methodik, zwischen zwei Artikeln eine Produktbewerbung zu platzieren, völlig normal ist. Wie in jeder guten Bäckerei die eigenen Waren appetitanregend ausgelegt werden, so möchte sich ein jedes Unternehmen auch direkt mit ihren Produkten an die Zielgruppe wenden.

Schaut man zudem mal nach links oder rechts dann wird man relativ schnell bemerken, dass die Konkurrenz einfach nicht mithalten kann. Ich habe versucht, einige vergleichbare Kampagnen zu finden, die in eine ähnliche Richtung gehen, wurde aber schnell enttäuscht. Es hindert doch wirklich keinen Hersteller daran, eine ähnliche Kampagne zu starten oder zumindest versuchen – vielleicht auch gemeinsam mit Gerolsteiner (Mal ein bisschen out of the box-Denken) – etwas zu starten. Und auch hier muss ich fairerweise gestehen, dass andere große Mineralwasser-Giganten nicht untätig bleiben. Sportliche Förderungsinitiativen sowie Nachhaltigkeit, ökologischer Fußabdruck, soziale Projekte und vieles mehr werden alle ernst genommen. Aber trotz einer wirklich umfassenden Medienpräsenz hat es fast keiner geschafft, so nah an den Endverbraucher ranzukommen, wie Gerolsteiner.

Ich wurde definitv nicht von Gerolsteiner dazu angehalten, einen positiven Artikel zu verfassen oder ähnliches, natürlich gab es Kontakt zu Vertretern des Unternehmens, die mir auch mit Rat und Tat zur Seite standen. Ich möchte damit nur betonen, dass dies meine ehrliche Meinung darstellt und ich wirklich versucht habe, den “Hype” ein wenig aus den Segeln zu nehmen. Allerdings – und dazu komme ich gleich nochmal – ist es definitiv sinnvoll, ein Bewusstsein für einen gesunden und ganzheitlichen Lebensstil zu schaffen.

Im Endeffekt ist diese Kampagne wirklich eine sehr schöne Gelegenheit auch in den warmen Sommermonaten mehr zu trinken. Gerade jetzt, wo sich das Wetter im Umbruch befindet und man sich die Gewohnheit einer aktiven und ausgewogenen, gesunden und sportlichen Lebensweise anzueignen, bevor die körperlich belastende Jahreszeit beginnt. Und hier müssen wir auch mal selbstkritisch sein und reflektieren, ob man denn wirklich etwas in seinem Leben verändern möchte, sportlicher zu werden, gesünder zu leben oder einfach nur ausgeglichener durch`s Leben zu gehen. Selbst, wenn es nur dazu dient, für eine Woche mal etwas Neues zu testen und sich auf etwas einzulassen, um vielleicht die ein oder andere Erfahrung mitzunehmen, tut es. Ich kann bei Gott nichts schlechtes daran finden, sich selbst auf die Probe zu stellen. Vielleicht ist auch die kritische Haltung gegenüber seiner eigenen Gesundheit der erste Schritt in Richtung Eigenverantwortlichkeit, die man in jedem Fall nur unterstützen sollte!

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung und Bereitstellung durch Gerolsteiner.

Beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit Musik, Kultur und allerhand Nerdkram.

4 Comments

  • Franzi Ska

    Mai 14, 2016 at 11:47 am

    Ich sehe das ähnlich. Die Kampagne ist gut, gerade um bei sich selbst zu gucken, inwiefern man etwas ändern oder verbessern kann.
    Ein bisschen Werbung und Eigennutzen steckt wohl bei jedem wirtschaftlich aktiven Unternehmen dahinter, aber solange es für alle Beteiligten einen positiven Effekt hat, sehe ich da nichts schlimmes hinter.

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  • Vero Meyer

    Mai 14, 2016 at 12:28 pm

    Solche Aktionen dienen immer unter anderem zur Werbung und das finde ich auch okay so. Ich sehe einen Wasserkonsum auch nicht in der Richtung zum abnehmen oder verzichten auf etwas anderes. Auch in einer Projektwoche muss man nicht unbedingt auf die eine Tasse Kaffee verzichten , die eigentlich nur zum wach machen dient. der eigentlich Hype um Dinge hoch zu puschen liegt ja immer in den Beteildigten ,was und wieviel sie daraus machen. Von heute auf morgen kann ich nicht die Sportskanone schlechthin werden und auch nicht der Wassertrinker. Wasser trinken ist eigentlich doch irgendwo auch ein Ursinn ,dem man folgt. Sich selber mal auszuprobieren , zu wissen wo die eigenen Grenzen sind , ist garantiert machbar und eine Erfahrung wert. Gesunde Ernährung gehört auch dazu und ein Daumen hoch ,das Firmen sich Gedanken machen und auf eine Art und Weise , dem Verbraucher es nahe zu bringen wie wertvoll Wasser trinken ist.

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