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Säure-Basen-Haushalt: Viel diskutiert, oft missverstanden

Aktuell gibt es wieder viel Gesprächsbedarf zu dem Thema Säure-Basen-Haushalt. Auf vielen Portalen, Seiten, Blogs oder YouTube-Videos gibt es in der Fitness-Szene einen Trend, der sich wie ein Roter Faden durchzieht – doch was ist an diesem Thema so interessant?

Jeder kennt das Phänomen bestimmt, man betrachtet einschlägige Social-Media-Seiten oder klickt sich durch die neuste YouTube-Timeline und merkt schnell, dass sich gewisse Themen im gleichen Abstand immer wiederholen. Lustigerweise ist genau dies ja auch das Geheimnis hinter den Trends und Klickzahlen einiger Videos. Es ist wie es ist, zudem haben wir dadurch heute ein spannendes und auch interessantes Thema. Der Säure-Basen-Haushalt ist, wie schon erwähnt, oft diskutiert, aber auch leider oftmals missverstanden worden. Ohne jetzt zu sehr in die Materie einzutauchen – es dreht sich im Prinzip alles um ein ausgewogenes Mineralstoffverhältnis. Oftmals ist die Rede von “Übersäuerung” oder anderen kompliziert klingenden Fachtermina, eigentlich gar nicht notwendig. Daher möchte ich sehr gerne dieses interessante Thema so einfach wie möglich beleuchten.

Man sollte grundlegend verstehen, dass der Name schon einen Hinweis darauf gibt, was gemeint ist. Ein Haushalt beschreibt ein (im besten Falle) ausgewogenes Verhältnis von Säuren und Basen. Die große Fehlinterpretation liegt meiner Meinung auch darin, dass viele irrtümlich glauben, es handle sich hierbei um einen kompletten Ausschluss einer Komponente. Hat man Sodbrennen ist man im Volksmund “übersäuert”, Magenschmerzen und ähnliche Wehwehchen deuten auf eine erhöhte Konzentration an Säure hin etc. Ich glaube spätestens jetzt wird klar, was gemeint ist – irgendetwas liegt im Ungleichgewicht und muss wiederhergestellt werden. Ihr werdet hier jetzt aber (leider) nichts von einer respiratorischen Alkalose, bzw. Azidose lesen, so weit wollen wir uns heute nicht vorwagen. Worum es mir bei diesem Artikel in erster Linie geht, ist die einfache Handhabung komplexer Themen. Klar kann man jetzt alles schön sauber subsumieren und aufdröseln, ist oftmals und auch in diesem Beispiel gar nicht notwendig.

Wir wissen jetzt, dass unser Körper immer ein ausgewogenes Verhältnis von Mineralstoffen anstrebt, aber warum überhaupt? Viele Prozesse in einem gesunden Menschen laufen nur mit dem passenden Gegengewicht besonders rund. So auch mit dem Säure-Basen-Haushalt, es wird nicht vorkommen, dass es das eine ohne das andere gibt. Je nach Überhang der einzelnen Faktoren kann es zu Problemen kommen, man fühlt sich schlapp, energielos, kann Schmerzen bekommen, Sodbrennen oder Schlafprobleme sind einige Negativ-Beispiele der klassischen “Übersäuerung”. Orientieren wir uns an einem wirklich bekannten Leiden, das mich persönlich auch einige Zeit begleitete, Magenschmerzen. Hier kann man nun wunderbar ansetzen und gegensteuern: Entweder setzt man Medikamente in Form von Protonenpumpen-Inhibitoren ein, wie sie auch bei Sodbrennen eingesetzt werden, oder gleicht den Mineralstoffmangel entsprechend aus. Hier gibt es verschiedene Präparate, die aber eigentlich alles gemeinsam haben … Mineralstoffe in einer erhöhten Dosis. Ich persönlich kann die Basica-Tabletten empfehlen, aber auch hier gilt die goldene Regel – testen, testen und testen!

Interessanter wird es aber, wenn man sich fragt warum man Magenschmerzen hat. Akut kann eine entsprechende Therapie mit Medikamenten oder Mineralstoffen helfen, doch weshalb kam es zu diesem Ungleichgewicht? Wie so oft gilt es, die eigentliche Ursache herauszufinden und die Situation zu optimieren. Wir haben uns nun also mit den Basica-Tabletten kurzfristig geholfen, möchten aber grundlegend etwas ändern. Wie war das noch gleich, es dreht sich alles um Mineralstoffe? Wo kommen diese denn in natürlicher Form vor? Richtig, in natürlicher Nahrung. Wie schon erwähnt, es kann eigentlich so einfach sein. Konsumiert man viel säurehaltige Lebensmittel wie z.B. tierische Produkte, Kaffee, Nikotin, Süßigkeiten, Fast-Food, Fertigprodukte, kann es zu Problemen kommen (Hinweis auf einen weiterführenden Einstieg in das Thema: Wie fällt die Überschussbilanz nach der Verstoffwechselung eines Lebensmittels in unserem Körper aus?).

Aber auch hierbei gilt: Nicht alle säurehaltigen Lebensmittel sind grundlegend “schlecht” für uns und unsere Gesundheit, es kommt eben nur auf ein ausgewogenes Verhältnis an. Bestes Beispiel ist hierfür z.B. das Mineralwasser mit Kohlen … richtig, Säure! Viele Menschen vertragen stilles Wasser besser, warum das so ist? Die Antwort liegt auf der Hand. Das Problem der Magenschmerzen könnte man also konkret verringern oder sogar lösen, in dem man mehr Gemüse isst, weniger Kaffee trinkt oder mal für ein paar Tage die Chips weglässt. Ein positiver Effekt wäre eingehend damit auch, dass man sich das Geld für teure Supplemente oder Medikamente spart.

Ein ausgewogener Mineralstoffhaushalt ist nun mal eben ein aktiver Prozess, den man steuern kann und jeden Tag überprüfen sollte. Ebenso könnte man nun mit allgemeingültigen Ratschlägen postulieren: “die Menge macht das Gift”, “es gibt auch eine Grauzone, nicht nur Schwarz und Weiß” oder so etwas wie “nicht so viel denken, einfach mal machen”, denn Stress könnte selbst bei einem gesunden Mineralstoffhaushalt ein Auslöser von Magenschmerzen sein. Wer mehr über das Thema erfahren möchte, gerne auch mal bei Goko vorbeischauen, er geht hier noch mehr ins Details und freut sich bestimmt über euren Besuch!

Diskutiert mit mir doch gerne über das Thema – habt ihr Fragen oder Anregungen? Schreibt es in die Kommentare, ich freue mich!

Beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit Musik, Kultur und allerhand Nerdkram.

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