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The Cut #2: Fast ein Monat vorbei – die 10 Kilo Marke nähert sich

Momentan befinde ich mich am Ende der 3. Woche und habe es fast geschafft – Minus 10 Kilo weniger auf der Waage. Im Moment ist es schon teilweise ein Gedankenspiel, es ging jetzt so schnell runter mit dem Gewicht, dass man mehr will. Auf der anderen Seite versuche ich auch die Balance zu halten und daraus keine Crash-Diät zu machen. Wie ich es geschafft habe, in der kurzen Zeit abzuspecken, erfahrt ihr hier …

Ich warte ja schon lange auf die Low-Carb-Fraktion und die einschlägigen Kommentare. Doch ich muss euch leider enttäuschen, wie bereits erwähnt habe ich auf eine High Carb Ernährung gesetzt. Um das jetzt mal ein bisschen differenzierter zu betrachten müssen wir uns mal mit dem Begriff auseinandersetzen. High Carb bedeutet nicht jegliche Form von Kohlenhydraten sich reinzuschaufeln, sondern auf eine natürliche Ernährung zu achten. Unverarbeitete Lebensmittel ist hier das Stichwort, also selten Vollkornnudeln oder Getreide, eher auf Reis und Kartoffeln setzen. Ich habe jegliche tierische Produkte gestrichen und auf eine basische Ernährung großen Wert gelegt. Wenn man es genau nimmt habe ich wirklich alles gestrichen, was industriell verarbeitet wurde. Auf der anderen Seite habe ich das Fett drastisch gesenkt und war fast an einer 80/10/10 Makronährstoffverteilung dran, also 80% meiner Gesamtkalorien aus Kohlenhydraten, 10% Fett und 10% Protein. Das ist verdammt wenig und schon ein riesen Einschnitt in das “normale” Essverhalten. Auf der anderen Seite konnte ich nach Herzenslust Reis, Kartoffeln und Co. essen, sehr Volumen- und Ballaststoffreich.

Ich habe jetzt gemerkt, dass es eindeutig funktioniert auch mit einer High Carb Variante ordentlich mit dem Gewicht runterzugehen. Die Energielevel sind sehr hoch, man kann oft und auch viel essen. Auch beim Sport hat man genug Power, ich lief in der Zeit zwei mal Best-Zeiten und stellte neue persönliche Rekorde auf. Auf der anderen Seite muss man sich klar machen, dass diese Ernährungsweise auch Nachteile hat. Bei solch einer extremen Verteilung der Makronährstoffe kommt es hier und da zu Einschränkungen in der Auswahl der Lebensmittel. Gerade bei 80/10/10 reißt z.B. eine Avocado ein ziemliches Loch in den Plan. Gerade bei 300-700g Kohlenhydrate am Tag wird es meiner Erfahrung nach schwierig, wenn man a) keinen Sport macht und b) nicht auf die Makros achtet. Daher würde ich nach meinen Erfahrungen nach die 80/10/10 Variante eher Ausdauersportlern empfehlen, Triathleten, Ironman-Liebhaber und Konsorten kommen hier voll auf ihre Kosten. Ich merke auch, wie die Regenerationsrate durch die Decke schießt und man sich sehr leicht fühlt.

Als weiteren Punkt sollte man auch erwähnen, dass man durch die erhöhten Kohlenhydrate leicht Wasser ziehen kann. Eigentlich überhaupt nicht schlimm, gerade wenn man viel trinkt ist das am nächsten Tag auch wieder weg – in einer Diät ist es aber manchmal nervig und auch ein bisschen verwirrend. Gerade hier würde ich aufpassen, denn das persönliche Wohlbefinden ist ein elementarer Faktor. Gerade hier finde ich es extrem sich darüber Gedanken zu machen, ob man eine Avocado isst oder nicht. Vielleicht ein polarisierendes Beispiel, aber es trifft es auf den Punkt. Viele Leute halten die vegane Ernährungsweise für extrem, aber es steht auf einem ganz anderen Blatt, nach 80/10/10 zu essen und sich auch daran zu halten. Abgesehen vom Hormonspiegel und das fehlende Fett – ich beleuchte dieses Thema aber nochmal separat in einem Artikel.

Als Fazit der ersten vier Wochen kann ich sagen, dass es meiner Meinung nach egal ist, welche Ernährungsform man wählt. High Carb, Low Carb, Vegan, Omni, Paleo etc. sind alle machbar und haben für verschiedene Menschen bestimmt ihre Richtigkeit. Man sollte eben herausfinden, was für einen selbst praktikabel und auch langfristig durchführbar ist. Eine Ernährungsumstellung sollte niemals eine dauerhafte Restriktion darstellen, sondern eher eine Befreiung und Umstellung. Oft muss man auch mischen, d.h. sich die Vorteile verschiedener Ernährungsweisen rauspicken und sich seine eigene “Diät” zusammenschustern.

Beschäftigt sich leidenschaftlich gerne mit Musik, Kultur und allerhand Nerdkram.

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